Innsbrucker Dom zu St. Jakob

Der Dom St. Jakob in Innsbruck ist ein herausragendes barockes Wahrzeichen. Er ist die Kathedrale der Diözese Innsbruck und wurde geweiht im Jahr 1724. Gebaut wurde der Innsbrucker Dom nach Plänen von Johann Jakob Herkomer bzw. Johann Georg Fischer. Seine Westfassade aus Höttinger Breccie und Hagauer Marmor wird von Statuen Tiroler Heiliger geschmückt und prägt das Stadtbild auf dem Domplatz. Links und rechts der Fassade steht ein Turm. Im Inneren beeindrucken illusionistische Deckenfresken von Cosmas Damian Asam, die Szenen aus dem Leben des hl. Jakobus zeigen, sowie aufwendig gearbeitete Stuckaturen seines Bruders Egid Quirin Asam. Der prachtvolle Hochaltar trägt das berühmte Mariahilf‑Gnadenbild von Lucas Cranach d. Ä., eines der meistverehrten Marienbilder der Alpen.
Wenn man Innsbruck aus der Luft betrachtet, wird das Stadtbild der Altstadt Innsbruck von einigen Türmen und mächtigen Kuppeln geprägt. Dafür ist das Ensemble des Innsbrucker Doms und der kaiserlichen Hofburg verantwortlich. Sie prägen die Silhouette der Stadt. Die mächtigste Kirche ist der Dom. Der Dom in Innsbruck wird eigentlich als Dom zu St. Jakob in Innsbruck geführt. Die Urkunden und geschichtlichen Dokumenten berichten von den Kirchenmauern aus dem Jahr 1180. Heute kommen neben den Kirchenbesuchern viel mehr Sehenswürdigkeitenbesucher in den Dom in Innsbruck. Die beiden prächtigen Kirchtürme sind äußerlicher Anziehungspunkt. Im Innenraum ist die barocke Kirchenbaukunst schön anzusehen. In der Kirche ist es neben der barocken Gestaltung insbesondere das besondere Glockenspiel des Doms, das die Besucher lockt.
Der Dom zu St. Jakob ist nicht nur das wichtigste katholische Gotteshaus der Stadt, sondern auch eines der herausragendsten Gesamtkunstwerke des Tiroler Barock. Seine Bedeutung reicht weit über das rein Sakrale hinaus, da er auf einer langen Geschichte fußt und als wichtiger Ankerpunkt am europäischen Jakobsweg dient. Erst seit 1964 trägt das Gotteshaus offiziell den Titel einer Kathedrale, als Innsbruck zum Sitz einer Diözese erhoben wurde.
Von der Romanik zur barocken Pracht
Die Geschichte des Doms beginnt bereits im Jahr 1180, als an dieser Stelle eine romanische Kirche urkundlich erwähnt wurde, die dem Apostel Jakobus d. Ä. geweiht war. Seine heutige prunkvolle Gestalt erhielt der Dom allerdings erst in den Jahren 1717 bis 1724, als er nach Plänen des aus Füssen stammenden Architekten Johann Jakob Herkomer und später unter der Leitung des renommierten Innsbrucker Baumeisters Georg Anton Gumpp komplett neu errichtet wurde. Diese Entscheidung für einen Neubau manifestierte den Geist des Barock in der Stadt. Die elegante Westfassade des Doms wird von zwei symmetrisch angeordneten, reich gegliederten Türmen flankiert, die der Kirche eine unverkennbare italienisch-barocke Prägung verleihen.
Das überwältigende Innere: Ein Spiel mit Illusion
Betritt man den Dom, wird man sofort von der überwältigenden Fülle der Innenausstattung erfasst, die Architektur, Malerei und Plastik harmonisch vereint. Die eigentlichen Stars des Innenraums sind die Deckenfresken, die von dem berühmten Barockmaler Cosmas Damian Asam geschaffen wurden. Asam nutzte die illusionistische Maltechnik, um die Gewölbeflächen optisch aufzubrechen und den Blick der Besucher in scheinbar unendliche Himmelsweiten zu lenken. Thematisch steht dabei die Verherrlichung des Heiligen Jakobus im Mittelpunkt. Die reiche und kunstvolle Stuckatur, die die Fresken umrahmt, stammt von Cosmas Damians Bruder, dem Bildhauer Egid Quirin Asam, wodurch der Dom ein beeindruckendes Meisterwerk der Zusammenarbeit der Asam-Brüder darstellt.
Das Gnadenbild „Maria Hilf“ und das Grabmal des Deutschmeisters
Ein unbestrittenes Herzstück und das wichtigste Andachtsbild des Doms ist das berühmte Gnadenbild „Maria Hilf“ von Lucas Cranach dem Älteren (um 1530), das im Hochaltar thront. Dieses Werk ist eines der am meisten verehrten und kopierten Marienbilder im gesamten Alpenraum und begründet die große Tradition der Marienverehrung im Dom, der damit eine wichtige Wallfahrtskirche ist. Der Altar selbst, gestaltet von Cristoforo und Teodoro Benedetti, ist ein prunkvoller Aufbau aus rotem Marmor, der das Gnadenbild wirkungsvoll inszeniert. Ein weiteres bedeutendes Kunstwerk befindet sich in der Chorkapelle: das imposante Grabmal des Erzherzogs Maximilian III. († 1618), des Deutschmeisters. Dieses Meisterwerk der Frühbarockplastik, das unter anderem eine kniende Bronzefigur des Erzherzogs zeigt, wurde von dem renommierten Bildhauer Caspar Gras geschaffen.
Die Krypta: Ort der Stille und ewigen Ruhe
Unterhalb des Chorraums befindet sich die Krypta, die auch als Unterkirche bezeichnet wird. Dieser Raum bildet einen bewussten Kontrast zur Pracht des Hauptschiffs. Die Architektur der Krypta ist schlicht, feierlich und von massiven Pfeilern geprägt. Sie dient als Bischofsgrablege der Diözese Innsbruck. Hier finden die Bischöfe ihre letzte Ruhestätte, darunter auch der populäre und geschätzte Altbischof Reinhold Stecher († 2013). Die Krypta ist ein Ort der Stille und der Besinnung.

Größtes Glockenspiel in Österreich
Stolz sind die Innsbrucker auf die Glocken im Dom. Stammen die Meisten doch aus der in Innsbruck ansässigen Glockengießer-Dynastie Grassmayr. Seit 1982 ist im Turm das größte Glockenspiel von ganz Österreich angesiedelt. Es besteht aus 48 Glocken, die über ein Stockklavier aus dem Turm gespielt werden können und aufgrund der 4 Oktaven richtige Melodien erklingen lassen. Das sogenannte Friedensglockenspiel ertönt jeweils mittags um 12.15 Uhr. Sollte man sich anhören, wenn man in der Mittagszeit einen Spaziergang durch die Innsbrucker Altstadt plant.
Der Domplatz
Der Domplatz in Innsbruck ist eine wunderschöne barocke Platzanlage in der Altstadt, die auf drei Seiten von historischen Häusern umgeben ist. Der Platz ist bekannt für seine atemberaubende Aussicht auf die hochbarocke Fassade des Doms zu St. Jakob, die den Platz dominiert und ihm seinen Namen gibt. Der Domplatz liegt am Nordrand der Altstadt und wird im Osten von der Hofburg begrenzt, während im Süden die Pfarrgasse mündet und im Norden ein Durchgang zur Herrengasse führt.
Die Platzanlage wurde im 18. Jahrhundert im Barockstil erbaut, als die gotische St.-Jakobs-Kirche, die kleiner als der heutige Dom war, abgerissen wurde, um Platz für die Fassade des neuen Doms zu schaffen. Der Platz erhielt damit seine heutige Ausdehnung und wurde abgesehen vom Pflanzen einiger Bäume wenig gestaltet. Erst 1956 wurde der Platz mit Grünanlagen, einer Brunnenschale und Bänken ausgestattet, die ihm ein neues Gesicht verliehen.
Der Domplatz hat auch eine historische Bedeutung. Bis 1966 hieß der Platz Pfarrplatz und war von einem Friedhof umgeben. Vor der Kirche befand sich die freistehende Vierzehn-Nothelfer-Kapelle mit einer Priestergruft, die jedoch 1717 abgerissen wurde. Im Zuge der Neugestaltung der Stufen vor dem Dom wurden 2022 Ausgrabungen auf dem Domplatz durchgeführt, bei denen die Fundamente der bis dahin nur aus schriftlichen Quellen bekannten Vierzehn-Nothelfer-Kapelle mit einer aufwändig gestalteten Priestergruft freigelegt wurden.
Der Domplatz dient auch als Veranstaltungsort für kulturelle Ereignisse wie Freilichtaufführungen und Konzerte. So wurde der Platz erstmals 1928 für Freilichtaufführungen des Jedermann genutzt, nach dem Vorbild des Salzburger Domplatzes. Die Aufführungen in den Jahren 1958 und 1962 wurden von Richard Haller initiiert und geleitet. Seit 1998 wird auf dem Domplatz auch die von Rupert Reindl geschaffene Innsbrucker Stadtkrippe in der Weihnachtszeit aufgestellt.
Besucher des Domplatzes können die atemberaubende Architektur des Doms bewundern und die ruhige Atmosphäre auf dem Platz genießen. Du kannst auch in einem der umliegenden Cafés und Restaurants einkehren und die kulinarischen Spezialitäten der Region genießen. Der Domplatz ist auch ein idealer Ausgangspunkt, um die Altstadt von Innsbruck zu erkunden und die zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten und kulturellen Angebote der Stadt zu entdecken.
Gottesdienste Dom Innsbruck
Willst du einen Gottesdienst im Dom oder einer der vielen Kirchen in der Innsbrucker Altstadt besuchen? Bei der Diözese Innsbruck gibt es aktuell den Überblick:
Sonn- und Feiertags: 10:00 Uhr Hl. Messe, 11:30 Uhr Hl. Messe
Werktags: 08:55 Uhr Rosenkranz, 09:30 Uhr Hl. Messe
Beichtgelegenheit: nach Vereinbarung
–> hier Link zu den aktuellen Gottesdiensten.
Dom St. Jakob – die Öffnungszeiten des Innsbrucker Doms
- Öffnungszeiten des Domes: täglich 08:45 – 18:30 Uhr
- Vom 2.5. bis 26.10. ist der Dom St. Jakob täglich bis 19:30 Uhr geöffnet!
- Besichtigungen: sind aufgrund von Gottesdiensten in der Regel nur zu folgenden Zeiten möglich:
- Montag bis Samstag: ab 10:15 Uhr
- Sonn- und Feiertag: ab 12:30 Uhr
- Unterkirche und Krypta:
- Montag bis Freitag: 10:15 – 16:45 Uhr
- Samstag: 10:15 – 12:00 Uhr
Abzocke im Innsbrucker Dom?
Fotos im Innsbrucker Dom?
Fotoaufnahmen mögen die Aufseher des Doms nicht gerne. Klar, dass während Gottesdiensten im Dom keine Fotos und Filmaufnahmen erwünscht sind. Generell gilt aber ein Fotografierverbot, es sein denn, man kauft ein Fototicket. Der geneigte Leser, mag sich selbst ein Urteil darüber bilden.
Zusammenfassung Innsbrucker Dom
Der Dom zu St. Jakob, auch bekannt als der Innsbrucker Dom, ist eine prächtige Kathedrale in Innsbruck. Die Kirche ist dem Apostel Jakobus d. Ä. geweiht und hat eine reiche Geschichte, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Die heutige barocke Fassade stammt aus dem Jahr 1724. Im Inneren des Doms erwartet Besucher eine beeindruckende Vielfalt an Kunstwerken, darunter der prächtige Hochaltar von Matthias Stöberl aus dem 18. Jahrhundert, Deckenfresken von Cosmas Damian Asam sowie das Grabmal von Maximilian III. Deutschmeister, geschaffen von Caspar Gras und Heinrich Reinhart. Die Salomonischen Säulen sind ein weiteres herausragendes Kunstwerk, reich verziert mit dekorativen Elementen.
Der Dom beherbergt auch eine Priestergruft, eine Sakramentskapelle und das bedeutende Gnadenbild Mariahilf von Lucas Cranach dem Älteren. Die Orgel, eingeweiht im Jahr 2000, zählt zu den größten Österreichs. Ein besonderes Highlight des Doms ist das größte Glockenspiel Österreichs, das seit 1982 im Turm installiert ist und mittags um 12:15 Uhr erklingt. Besucher können auch den Domplatz besichtigen, eine barocke Platzanlage, die von historischen Gebäuden umgeben ist und einen malerischen Blick auf die Fassade des Doms bietet.
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Die häufigsten Fragen zum Dom Innsbruck
Der ursprüngliche Kirchenbau wurde vermutlich bereits im Jahr 1181/82 errichtet, aber der heutige barocke Neubau wurde zwischen 1717 und 1724 nach den Plänen von Johann Jakob Herkomer und Johann Georg Fischer erbaut.
Der Dom ist dem Apostel Jakobus d. Ä. geweiht, dem Schutzpatron der Pilger und Reisenden. Das Patrozinium wird am 25. Juli, dem Jakobstag, gefeiert.
Der heutige barocke Neubau zeichnet sich durch seine imposante Fassade, die von zwei Türmen flankiert wird, sowie durch seine prächtige Innenausstattung aus. Besonders beeindruckend sind die Salomonischen Säulen, die Vergoldete Kanzel und die barocken Fresken und Stuckarbeiten.
Das Grabmal von Maximilian III. Deutschmeister, einem Landesfürsten von Tirol, ist in der Kirche zu finden. Auch eine Grabplatte erinnert an Erzherzog Eugen, den Oberbefehlshaber der österreichisch-ungarischen Armee im Ersten Weltkrieg.
Ja, der Dom ist täglich geöffnet und kann besichtigt werden. Es finden auch regelmäßig Gottesdienste und Konzerte statt. Es ist jedoch ratsam, die Öffnungszeiten vorab zu überprüfen, da sie je nach Jahreszeit variieren können.
Der Dom St. Jakob befindet sich in der Innenstadt von Innsbruck und in unmittelbarer Nähe zu vielen anderen Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel dem Goldenen Dachl, der Hofkirche. Der Dom liegt in der Innsbrucker Fußgängerzone.
Neben dem Dom St. Jakob gibt es in Innsbruck noch weitere beeindruckende Kirchen, die einen Besuch lohnen. Hier sind einige davon: Die Hofkirche ist ein herausragendes Beispiel für die spätgotische Architektur und beherbergt das berühmte Grabmal des Kaisers Maximilian I. Das Grabmal ist ein Meisterwerk der Renaissance-Bildhauerei und wird von 28 lebensgroßen Bronzestatuen umgeben. Die Jesuitenkirche beeindruckt mit ihrer barocken Architektur und prächtigen Innenausstattung. Besucher können die opulenten Stuckarbeiten bewundern und die beeindruckenden Deckenfresken bestaunen. Die Mariahilf-Kirche ist ein bedeutender Wallfahrtsort in Innsbruck und wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Die Kirche beherbergt das berühmte Gnadenbild „Mariahilf“ von Lucas Cranach dem Älteren und ist ein Ort der Ruhe und Besinnung. Die Stiftskirche Wilten ist eine eindrucksvolle Barockkirche im Stadtteil Wilten. Sie besticht durch ihre prächtige Fassade und ihr kunstvolles Inneres. Die Kirche beherbergt auch eine bedeutende Orgel und ist für ihre musikalischen Veranstaltungen bekannt. Die St. Nikolaus Kirche liegt im gleichnamigen Stadtteil und ist eine der ältesten Kirchen in Innsbruck. Die romanische Architektur und die gotischen Fresken machen sie zu einem interessanten historischen Ort. Die Servitenkirche zum hl. Josef ist eine weitere bedeutende Kirche in Innsbruck. Sie besticht durch ihre schlichte Eleganz und ist bekannt für ihre spirituelle Atmosphäre.






