Hungerburg

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Hungerburg Innsbruck - Stadtteil in den Bergen
Hungerburg Innsbruck – Stadtteil in den Bergen

Hungerburg Innsbruck

Hungerburg – das ist weder eine Burg in Innsbruck, noch müssen die Leute in diesem Stadteil von Innsbruck Hunger leiden. Im Gegenteil: Um hier oben zu leben, brauchst du richtig Geld. Die Preise für Häuser oder Wohnungen auf der Hungerburg Innsbruck sind so richtig teuer! Wer es sich leisten kann auf der Hungerburg zu wohnen, lebt auf 868 Metern über den Dächern der Stadt Innsbruck. Du wohnt auf der Sonnenseite von Innsbruck in traumhafter Lage. Es ist wohl eine der schönsten Ecken, um in Innsbruck zu wohnen. Nicht direkt in der Stadt, sondern in der schönen Natur und doch gleich im Zentrum der Altstadt. Dank der modernen Hungerburgbahn hast du eine zeitgemäße Verbindung direkt in die Altstadt Innsbruck: Mit der Standseilbahn fährst du in wenigen Minuten von der Hungerburg hinunter in die Innenstadt.

Die meisten Besucher der Hungerburg Innsbruck nutzen sie auch, aber in umgekehrter Richtung! Sie fahren von der Altstadt hinauf zum Top of Innsbruck: Die Hungerburgbahn fährt von der Innenstadt via Hungerburg und Seegrube auf das Hafelekar, dem Top of Innsbruck. In diesem Beitrag will ich dir die Hungerburg Innsbruck vorstellen und was dich für deinen Besuch interessieren wird. So bist du bestens informiert und verpasst nichts bei deinem Besuch in Innsbruck.

Mit der Hungerburgbahn in den Innsbrucker Stadtteil Hungerburg
Mit der Hungerburgbahn in den Innsbrucker Stadtteil Hungerburg

Die Hungerburg und die Bedeutung

Der Name Hungerburg rührt von einer ehemaligen Hütte oberhalb von Innsbruck. 1840 gab es den Neuhof Mariabrunn. Es war ein Sommerhaus mit Brunnen und scheinbar die erste Zivilisation hier oben. Die Besitzer boten den Besuchern essen und trinken, was wohl nicht so gut ankam. So entwickelte sich für die Einkehr die umgangssprachliche Bezeichnung „Hungerburg“. Sie gab dann auch der ganzen Siedlung ihren Namen, die ab 1906 oberhalb von Innsbruck entstand und seitdem stark gewachsen ist. Der Stadtteil hat sich stark verändert, historische Bilder der alten Bahn und wie es früher ausgesehen hat, kannst du hier sehen.

Eines der wichtigsten Bauwerke von „Hoch Innsbruck“ (wie der Stadtteil auch genannt wird), ist das Gebäude von Mariabrunn. Es war schloßähnlich mit vielen Türmchen. Leider brannte es nieder und wurde weniger prunkvoll für Wohnungen neu errichtet. Kein rühmliches Bewahren des historischen Erbes in dieser traumhaften Lage. Die Eigentümer bzw. Erben der ehemaligen Hungerburg verkauften Grundstücke unter anderem an Sebastian Kandler. Er stammte ursprünglich aus Schwaz in Tirol, lebte aber in Innsbruck. Kandler hatte großes Interesse am Gebiet der Hungerburg. Er sah als einer der Ersten das touristische Potenzial. 1903 kaufte er den Neuhof Mariabrunn. Danach wurden unter ihm zwei Villen nebendran gebaut, die Villa Karwendel und die Villa Kandlerheim. Er war es auch, der Initiator der Hungerburgbahn. Zu seiner Zeit glaubten die Innsbrucker nicht an einen neuen Stadtteil. Ihnen zum Trotz entwickelte Kandler seine Vision weiter und legte damit den nachhaltigen Grundstein für Hoch-Innsbruck. Eine Gedenktafel in der heutigen Hungerburgbahn-Bergstation erinnert an den Hungerburg Erschließer Sebastian Kandler:

Erschließer der Hungerburg Innsbruck - Sebastian Kandler war Gründer der Siedlung und Initiator der Hungerburgbahn
Erschließer der Hungerburg Innsbruck – Sebastian Kandler war Gründer der Siedlung und Initiator der Hungerburgbahn

Hungerburg – Stadtteil von Innsbruck

Heute ist die Hungerburg Innsbruck weit weg von einer kleinen Siedlung am Berg, an die Keiner glaubt und in der niemand wohnen möchte. Es ist zu einem begehrten Stadtteil gewachsen und eine tolle Gegend zum Wohnen – auch wegen der Lage mitten in der Natur im Karwendel und der oben genannten schnellen Anbindung an die Stadt. Gleichzeitig hast du rund 400 Höhenmeter oberhalb der Stadt einen tollen Ausblick auf die Berge. Diese gibt es nicht nur von den privaten Häusern, sondern auch von der großen Aussichtsterrasse bei der Hundergburgbahn Bergstation. Diese Aussicht wollen nicht nur die Bewohner des Stadtteils sehen. Tausende Besucher kommen mit der Nordkettenbahn herauf, um am Hermann Buhl Platz diese Aussicht über die Stadt zu geniessen. So heißt der Platz mit Aussichtsterrasse bei der Hungerburgbahn.

Hungerburg Aussichtskanzel am Hermann Buhl Platz
Hungerburg Aussichtskanzel am Hermann Buhl Platz

Im Rahmen des Neubaus der Hungerburgbahn und die Gestaltung der Seilbahnstationen als Kunstwerke durch Zaha Hadid wurde der Platz komplett neu angelegt. Damit die Anwohner nicht das Problem der Drohnenpiloten wie in Hallstatt haben (dort fliegen die Drohnen sogar durch´s Schlafzimmer!), ist das Fliegen von Drohnen am Hermann Buhl Platz verboten. Das Drohnenflugverbot gilt übrigens auch oberhalb – der gesamte Naturpark Karwendel ist ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet, in dem das Drohnenfliegen untersagt ist. Respektiere das bitte! Du kannst auch ohne Drohne coole Bilder hier oben machen.

Hungerburg Innsbruck

Mit der Hungerburgbahn hinauf

Willst du auch hierher? Na hast du Lust bekommen und willst du auch hinauf? Nicht weit vom Goldenen Dachl befindet sich die Talstation der Hungerburgbahn. Hier steigst du in die neue Bahn ein. Der Zustieg ist in der Innenstadt von Innsbruck. Wo du genau einsteigen kannst und wie das mit dem Parken ist, verrate ich dir in meinem Beitrag über die Hungerburgbahn. Dort habe ich das alles schon detailliert beschrieben und du findest viele Bilder. Klick hier auf den Button für alle Details:

Erlebnisreich und kurzweilig geht es nach oben: Aus der Innenstadt heraus, über den Inn und dann steil hinauf, vorbei beim Alpenzoo bis zur Endstation am Hermann Buhl Platz. Es gibt viel zu sehen und nach dem Neubau der Bahn sind mit der Hungerburgbahn neue Sehenswürdigkeiten der Stadt entstanden – von den stylischen Stationen, bis zur Aussichtsterrasse. Hier ein paar Bilder.
–> fahr selbst mal mit der schönen Hungerburgbahn

Das ist die Talstation der Hungerburgbahn - das Design kommt von Zaha Hadid
Das ist die Talstation der Hungerburgbahn – das Design kommt von Zaha Hadid
Mit der Hungerburgbahn geht´s über den Inn
Mit der Hungerburgbahn geht´s über den Inn
… hinauf zur Hungerburg-Bergstation. Nun bist du oben auf der Hungerburg.
Im ehemaligen Gasthof Linde ist nun der Kindergarten auf der Hungerburg untergebracht
Im ehemaligen Gasthof Linde ist der Kindergarten auf der Hungerburg untergebracht

Hungerburg – der Zugang ins Karwendel

Wenn du hier nicht wohnst, gibt es neben der Aussicht nicht soviel zu tun oder zu sehen. Du kannst einen kurzen Spaziergang machen. Interessanter ist es aber, sich von hier weiter nach oben ins Karwendel zu bewegen. Für die meisten Besucher ist es daher auch eine Durchgangsstation auf dem Weg nach ganz oben, zum Hafelekar. Du siehst das bekannte Hafelekar auf dem Bild oben zwischen den Blättern spitzen. Es ist der höchste Punkt der Stadt und die höchstgelegene Sehenswürdigkeit der Stadt. Dank der Nordkettenbahn kommst du ohne einen Tropfen Schweiß und ohne Bergausrüstung zum Hafelekar hinauf. Von dort schaust du auf die Stadt herunter und vor allem über die Berge hinüber ins das Karwendel.

–> so ist es am Hafelekar

Am Hafelekar angekommen, kannst du spazieren und flanieren. Sollte dir das nicht genug sein, kannst du aber auch mit Wanderausrüstung weiter ins Karwendel wandern. Für alle, die mehr wollen: Dort oben beginnt einer der schönsten Höhenwege Tirols. Der sogenannte Goetheweg verläuft auf rund 2000 Metern mit viel Ausblicken. Nimm deine Wanderausrüstung mit und geh selbst dort wandern. Ich war schon oben und so ist es gewesen:

–> der tolle Goetheweg

Winter auf der Hungerburg

Im Winter ist die sonnige Lage perfekt für Spaziergänge in der wärmenden Wintersonne. Die Wanderwege locken für eine Winterwanderung. Sportliche Einheimische schätzen den Zugang von der Hungerburg mit Tourenski auf die Nordkette. Romantisch es hier oben übrigens im Advent, wenn der höchstgelegene Weihnachtsmarkt in Innsbruck aufgebaut ist. Zum Jahreswechsel ist die Aussichtskanzel am Hermann von Buhl Platz ein beliebter Treff. Von ihr siehst du das Feuerwerk über der Stadt Innsbruck sehr gut.

Auf der Hungerburg parken?

Auf der Hungerburg zu parken würde ich dir nicht empfehlen. Der Parkraum auf der Hungerburg Innsbruck ist knapp und begrenzt. Das macht das Parken zusätzlich teuer. Früher konnte man bei einem ehemaligen Supermarkt günstig parken. Diese Zeiten sind jedoch vorbei. Die Stadt Innsbruck bewirtschaftet diesen Parkplatz mittlerweile und die Parkgebühren sind richtig hoch. Der Parkplatz bei der Nordkettenbahn auf der Hungerburg ist ebenfalls kostenpflichtig – und die wenigen Parkplätze reichen bei weitem nicht aus, um den Besucheransturm zu bewältigen. Deshalb: Entweder du kommst zu Fuß herauf oder du nutzt die Hungerburgbahn.

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