Das Helblinghaus in Innsbruck

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Helblinghaus: Feudales Haus beim Goldenen Dachl

Das Helblinghaus in der Innsbrucker Altstadt ist ein architektonisches Glanzstück: Es hat eine sehr verspielte Rokoko-Stuckfassade. Ursprünglich im 15. Jahrhundert als gotisches Bürgerhaus erbaut, erhielt es um 1725–1730 von Anton Gigl (Wessobrunner Schule) eine prächtige barocke Umgestaltung. Die Fassade ist reich verziert mit floralen Girlanden, Fruchtbündeln, Muscheln, Putten, Masken und Akanthusornamenten – ein wahres „Zuckerguss“-Spektakel aus Stuck, das Licht und Schatten in kunstvoller Weise einfängt

Links im Bild das imposante Helblinghaus, Innsbruck Altstadt
Reich an Verzierungen: Das Helblinghaus

Wenn du vor dem Goldenen Dachl stehst, musst du dich unbedingt einmal umdrehen oder den Blick leicht zur Seite schwenken. Da steht das Helblinghaus und stiehlt dem berühmten Nachbarn fast die Show. Die Fassade ist so dermaßen üppig mit Rokoko-Stuck verziert, dass man gar nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll. Das Haus und das Goldene Dachl gehören einfach zusammen – der Prunk der Fassade und das Glänzen der Schindeln bilden ein Gesamtkunstwerk, das du so kein zweites Mal findest.

Geschichte des Helblinghauses

Das Helblinghaus hat eine bewegte Geschichte, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Ursprünglich als gotisches Bürgerhaus erbaut, wurde das Gebäude im Jahr 1725 von Johan Fischer, dem Kassier der Münze in Hall erworben. Zu dieser Zeit erhielt das Haus seine beeindruckenden barocken Stuckaturen, die von Anton Gigl entworfen wurden. Gigl hatte um 1723 nach Innsbruck übersiedelt und prägte mit seinem künstlerischen Schaffen die Fassaden vieler Gebäude in der Stadt. Der Name „Helblinghaus“ kommt von Sebastian Hölbling, der das Gebäude zwischen 1800 und 1827 besaß. Während seiner Zeit betrieb er im Haus ein Café, das damals ein beliebter Treffpunkt war. Auch wenn von diesem Gastronomiebetrieb heute nichts mehr geblieben ist, hat das Gebäude seinen Namen bis heute behalten.

Warum heißt das Helblinghaus so?
Das Helblinghaus trägt seinen Namen nach Sebastian Hölbling, der von 1800 bis 1827 Eigentümer des Gebäudes war. Hölbling führte im Haus ein Café, das in der damaligen Zeit ein beliebter Treffpunkt war. Heute gibt es das Cafe nicht mehr.

Architektur und Gestaltung

Die Fassade des Helblinghauses ist ein Schmuckstück. Sie ist reich verziert mit kunstvollen Stuckelementen, die florale Motive, Fruchtbündel, Muscheln und Putten darstellen. Die Erker des Hauses, die ursprünglich mit spätgotischem Zierrat geschmückt waren, sind besonders auffällig. Bei einer Restaurierung im Jahr 1932 wurden Reste dieser gotischen Elemente am südlichen Erker entdeckt. Die barocke Stuckfassade ist nicht nur ein Beispiel für die handwerkliche Kunst des 18. Jahrhunderts, sondern auch ein Ausdruck des Reichtums und der kulturellen Blüte der Zeit. Die Verbindung von Gotik und Barock in einem einzigen Gebäude ist faszinierend anzuschauen.

Besichtigung und Umgebung

Heute ist das Helblinghaus nicht für Besichtigungen geöffnet und befindet sich in privatem Besitz. Du solltest dir aber die Fassade unbedingt von außen ansehen. Direkt gegenüber befindet sich das Goldene Dachl, die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit Innsbrucks. Die Kombination der beiden Gebäude bildet ein besonderes Gesamtbild. Mir gefällt die prachtvolle Fassade immer wieder. Am schönsten ist sie übrigens nachmittags, bei Sonnenlicht. Dann dürfen auch keine Lieferanten in die Fußgängerzone fahren und es parken keine Fahrzeuge vor der so schönen Hausfassade.

Adresse Helblinghaus Innsbruck

Wo ist das Helblinghaus? – die Adresse
Das Helblinghaus befindet sich in der Herzog-Friedrich-Straße 10, 6020 Innsbruck. Wenn du beim berühmten Goldenen Dachl stehst und dich umdrehst, ist das Helblinghaus direkt sichtbar – ein prächtiger Anblick, der das historische Ensemble der Altstadt ergänzt. Das Helblinghaus liegt mitten in der Fußgängerzone Innsbrucks, mittendrin im Zentrum mit vielen anderen Sehenswürdigkeiten. In unmittelbarer Nähe findest du die Ottoburg und die Hofburg, zwei weitere historische Gebäude und Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Nicht weit entfernt befindet sich auch das Palais Trapp in der Maria-Theresien-Straße, das zwar nicht ganz so prunkvoll ist wie das Helblinghaus, aber dennoch seine eigene Schönheit und Geschichte bietet. In nur wenigen Minuten zu Fuß kannst du dieses Gebäude erreichen und mehr über die vielfältige Architektur Innsbrucks erfahren. Außerdem bist du hier mittendrin im Zentrum, wo man gut shoppen in Innsbruck kann.

TIPP DES AUTORS
Der Stadtturm Innsbruck bietet einen fantastischen Blick auf die Altstadt. Du siehst von oben auf das Helblinghaus und das Goldene Dachl. Von der Aussichtsplattform in einer Höhe von etwa 31 Metern kannst du die besonderen Fassaden der historischen Gebäude bewundern. Der Aufstieg besteht aus 148 Stufen, aber die Aussicht lohnt sich auf jeden Fall! Zusätzlich erhältst du einen Überblick über das gesamte Stadtbild, die Berge und den Inn. –> Stadtturm Innsbruck.

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