Franziskanerplatz Innsbruck

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Der Franziskanerplatz: Der Platz ohne offiziellen Namen

Der Franziskanerplatz ist so zentral und bekannt, dass man kaum glauben mag, dass er eigentlich kein offizieller Platz ist. Die Bezeichnung ist bei den Innsbruckern einfach hängen geblieben. Wir nutzen den Namen umgangssprachlich für das Areal, wo der Burggraben beginnt und die Museumstraße einmündet. Die Herkunft des Namens ist leicht erklärt: Sie geht auf die Hofkirche zurück, die neben diesem Platz steht. Da diese Kirche über Jahrhunderte hinweg vom angrenzenden Franziskanerkloster betreut wurde, nannten die Leute sie einfach die Franziskanerkirche. Obwohl der Bereich offiziell zum Burggraben gehört hat sich der Name Franziskanerplatz für den Platz neben der Kirche durchgesetzt – wegen der Franziskaner, die hier waren.

Das Franziskanerkloster: Von der Seelsorge zum Museum

Das Franziskanerkloster ist untrennbar mit der benachbarten Hofkirche verbunden. Es wurde im 16. Jahrhundert zeitgleich mit der Kaiserlichen Hofkirche (der sogenannten Schwarzmander-Kirche) gegründet und diente den Franziskanern fast 500 Jahre lang als Wohn- und Arbeitsort, von dem aus sie die Seelsorge der Kirche übernahmen. Die Klostergebäude sind heute jedoch nicht mehr in kirchlicher Hand. Der älteste und größte Teil des historischen Baus beherbergt heute das Tiroler Volkskunstmuseum, welches seine wertvolle Sammlung in den ehemaligen Klausurräumen und im Kreuzgang präsentiert. Nachdem die Franziskaner den Standort aufgrund von Nachwuchsmangel im Jahr 2021 verlassen hatten, übernahm die Kapuzinerprovinz die Verantwortung für die geistliche Betreuung der Hofkirche. Damit wurde eine jahrhundertelange Tradition der Franziskaner am Ort beendet.

Die zentrale Lage in der Altstadt Innsbruck

Heute ist der Franziskanerplatz Teil der Fußgängerzone. Wenn du in Innsbruck unterwegs bist, wirst du merken, wie zentral der Franziskanerplatz liegt. Er markiert einen super wichtigen Übergang, denn er grenzt direkt an die historische Altstadt an. Über den kurzen Burggraben bist du in ein paar Schritten mitten in den Gassen der Altstadt. Zum berühmten Goldenen Dachl brauchst du von hier aus tatsächlich nur etwa drei Minuten. Genauso liegt die berühmte Fußgängerzone Maria-Theresien-Straße direkt nebenan, wo du nicht nur moderne Geschäfte findest, sondern auch zur Triumphpforte kommst. Dazu ist der Platz super an die Hauptverkehrsstraßen angebunden: Du hast direkten Zugang zur Hofkirche und stehst gleichzeitig am Beginn der Museumstraße, eine der Prachtstraßen über die es weiter zum Sillpark und zum Hauptbahnhof Innsbruck geht.

Was du hier findest: Kultur, Handel und saisonale Höhepunkte

Obwohl die Hofkirche mit dem Prunkgrab Kaiser Maximilians I. und den 28 Schwarzmandern die zentrale Sehenswürdigkeit ist, bietet das Umfeld mehr als nur Sehenswürdigkeiten. Am Franziskanerplatz und entlang des Burggrabens gibt es Gastronomie und einige kleinere, oft spezialisierte Geschäfte, darunter traditionelle Betriebe wie das Hutfachgeschäft Held. Ein absolutes Highlight, das du aber nur zur Weihnachtszeit erleben kannst, ist die Riesengasse. Diese Gasse, die normalerweise unscheinbar wirkt, wird in der Weihnachtszeit zur Attraktion mit ihren überdimensionalen Märchenfiguren. Sie gehört einfach zum Innsbrucker Weihnachtsmarkt dazu.

Wo am Franziskanerplatz parken?

Da der Franziskanerplatz Teil der Fußgängerzone ist, gibt es dort keine Parkplätze für Autos. Die nächstgelegene Parkgarade ist die Congressgarage am Rennweg, die nur etwa drei bis fünf Gehminuten entfernt liegt. Alternativ sind auch die Kaufhaus Tyrol Garage in der Wilhelm-Greil-Straße und die InnenSTADT Garage an der Kaiserjägerstraße gut erreichbar. Diese zentralen Parkhäuser bieten dir die Möglichkeit, dein Auto sicher abzustellen und die Altstadt rund um den Franziskanerplatz Innsbruck entspannt zu Fuß zu erkunden.

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