Marktgraben

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Der Marktgraben in Innsbruck: Vom Schutzwall zur Shoppingmeile

Der Marktgraben ist heute eine der belebtesten Hauptstraßen in Innsbrucks Innenstadt. Er war mal ein mit Wasser gefüllter Graben, der die ganze Westseite der mittelalterlichen Altstadt umflossen hat! Man vermutet, dass er zusammen mit der Stadtmauer schon im 13. Jahrhundert angelegt wurde. Erstaunlich lange blieb er erhalten, wurde aber erst 1765 zugeschüttet, als die Hochzeit von Erzherzog Leopold II. gefeiert wurde. Zu dem Zeitpunkt hatte er militärisch schon lange ausgedient und diente nur noch als Kanal. Die neu gewonnenen Straße hatte verschiedene Namen. Sie hieß Neumarkt und Ursulinengraben, bis sie 1873 offiziell den Namen Marktgraben bekam.

Der Marktgraben verläuft von Nord nach Süd und ist eine super wichtige Verbindung im Zentrum. Im Norden fängt er nahe der Innbrücke am Marktplatz an. In einem Bogen führt er um die Altstadt, wo er an der Achse der Querstraße Herzog-Friedrich-Straße und Maria-Theresien-Straße in den Burggraben übergeht.

Was es hier zu sehen gibt

Obwohl der Marktgraben heute in erster Linie eine Verkehrs- und Einkaufsstraße ist, gibt es hier einige bemerkenswerte Bauten. Gerade am nördlichen Ende, wo er in die Altstadt übergeht, stehen Häuser, die in ihren Fundamenten noch die alte Stadtmauer beherbergen. Besonders prägend ist aber das Ursulinenkloster und die dazugehörige Kirche, die der Straße früher ihren Namen gegeben haben. Ansonsten findest du entlang des Grabens heute vor allem Verwaltungs- und Geschäftshäuser, die im späten 19. Jahrhundert gebaut oder modernisiert wurden, als die Straße verbreitert wurde.

Ich persönlich finde den Marktgraben besonders in der Weihnachtszeit attraktiv, weil die Beleuchtung in dieser Straße außergewöhnlich schön ist und eine tolle Atmosphäre schafft. Du kannst den Marktgraben nutzen, um vom Weihnachtsmarkt der Maria-Theresien-Straße zum Weihnachtsmarkt am Marktplatz zu bummeln.

Marktgraben Innsbruck mit dem Blick auf die Nordkette im Karwendel
Marktgraben Innsbruck mit dem Blick auf die Nordkette im Karwendel
Marktgraben Innsbruck mit Weihnachtsbeleuchtung
Marktgraben Innsbruck mit Weihnachtsbeleuchtung

Der zentrale Übergang zu allen Hotspots

Gleich nördlich des Marktgrabens ist der Marktplatz in Innsbruck ein großer, offener Platz, der vor allem durch den spektakulären Blick auf die Nordkette und die historische Häuserzeile von St. Nikolaus auf der gegenüberliegenden Innseite besticht. –> die bunten Häuser von Innsbruck. Die wichtigste Rolle des Marktgrabens ist seine Funktion als perfekter Verteiler für die Haupt-Flaniermeilen der Stadt. Das ist super praktisch! Am südlichen Ende erreichst du die berühmten Maria-Theresien-Straße, die dich dann zur Annasäule und zur Triumphpforte führt. Im Norden bildet der Graben den direkten Übergang ins historische Herzstück, die Herzog-Friedrich-Straße. Da findest du den Stadtturm und das Goldene Dachl. Du spazierst hier also quasi von der ehemaligen Stadtgrenze direkt ins mittelalterliche Zentrum.

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